Warum dieser Tag für mich als Gründerin von MANKIWI so besonders ist.

Ihr Lieben,

ich weiß, dass momentan Corona unseren Alltag bestimmt. In den Nachrichten, in den Sozialen Medien – überall hört man nur noch Coronavirus und die komplette Welt ist auf den Kopf gestellt. Es herrscht Krisenzustand.

Dennoch möchte ich den heutigen Tag dafür nutzen, um euch zu zeigen, warum dieser Tag so besonders für mich ist – der 21.03., der seit dem Jahr 2006 auf der ganzen Welt als „Welt- Down- Syndrom- Tag“ gefeiert wird. Dass dieser Tag für meine Familie jemals eine so große Bedeutung haben würde, hätte ich bis vor etwas mehr als einem Jahr niemals gedacht.

Ziemlich genau vor einem Jahr haben wir uns als frisch gebackene Eltern gefühlt, als wären wir in der Krise unseres Lebens angelangt. Sorgen und Zukunftsängste bestimmten unser Leben.

Wie viele bereits wissen oder wer mir auf meinem persönlichen Instagram Account @bykiwiman folgt, hat mitbekommen, dass meine Tochter Leonie mit Trisomie 21 (Down Syndrom) auf die Welt gekommen ist. Genau aus diesem Grund ist der heutige Tag sehr wichtig für mich. Das Datum wurde danach gewählt, weil bei Menschen mit Down Syndrom das 21. Chromosom 3x vorhanden ist, anstatt 2x – daher wird jedes Jahr am 21.03. der Welt-Down-Syndrom-Tag zelebriert. Er ist dafür, um das öffentliche Bewusstsein zum Thema Down Syndrom zu steigern.

Ich bin von Anfang an sehr offen mit dem Thema umgegangen, auch öffentlich. Auf Instagram habe ich durch meine Posts sehr vieles verarbeiten können. Danke an dieser Stelle an meine kleine, aber so großartige und treue Community, die mir sehr viel Zuspruch und Mut gegeben hat. Vor allem die Verlinkungen zu anderen Profilen, derer Eltern, die dasselbe Glück teilen, haben mir dabei sehr geholfen. Ich hatte das Gefühl, nicht mehr alleine zu sein, was zu Beginn besonders schwierig war. Viele Ängste, Unsicherheit und allergrößte Sorgen, meine Selbstständigkeit, wie ich dem Druck und der Herausforderung nur gerecht werde, quälten mich. Aber eins kann ich euch sagen, ohne meine Arbeit, wüsste ich nicht wie tief ich noch gefallen wäre. Sie hat mich zurück in die Normalität katapultiert, abgelenkt von den Sorgen, die mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen sind, weil ich nur noch darauf konzentriert war.

Mir ist es wichtig, dass die Menschen wissen, dass Leonie das Down Syndrom hat. Ich möchte eigentlich vermeiden, dass sie komisch angeschaut wird, weil sie vielleicht anders aussieht oder nicht dem Alter gerecht entwickelt ist. Deswegen habe ich für mich entschieden, offensiv an die Sache heran zu gehen. Und ich stehe dann bei Fragen auch gerne Rede und Antwort. Es liegt mir am Herzen über meine Erfahrungen zu erzählen, Menschen und Familien zu zeigen, dass ein Leben mit Down Syndrom so schön und auch ganz „normal“ sein kann. Wenn ich damit vielleicht nur einer Mama, einem Papa damit ermutigen kann oder die Angst nehmen kann, dass es oft gar nicht so schlimm ist, wie leider im Netz häufig verbreitet, dann habe ich schon viel damit erreicht. Klar haben diese Menschen gewisse Beeinträchtigung, sowohl körperlich, als auch geistig, bei einem mehr, beim anderen weniger, aber trotzdem ist deren Leben genauso lebenswert wie meins, deins oder seins.

Diese Menschen strahlen so viel Liebe, Gelassenheit, Positivität aus, dass manch einer unter uns „Normalen“ sich eine Scheibe abschneiden könnte.

Und wie ihr meinem persönlichen Instagram entnehmen könnt, haben die Zeiten tatsächlich die Wunden geheilt. „Nach jedem Sturm folgt Sonnenschein“, diese Aussage ist mehr als wahr. Wir sind überglückliche Eltern und extrem stolz auf unsere kleine Löwin Leonie. Happy World Down Syndrome Day!